Umgangsbegehren eines entfernten Verwandten

OLG Celle Senat für Familiensachen, Beschluss vom 27.11.2015, 10 WF 303/15

„Die Anforderungen an die Feststellung einer sozial-familiären Beziehung gemäß § 1685 Abs. 2 Satz 1 BGB sind geringer, wenn nur durch den Kontakt zu diesem, den Umgang begehrenden entfernten Verwandten (Großtante) dem Bedürfnis des Kindes Rechnung getragen werden kann, einen Teil seiner Herkunftsfamilie kennen zu lernen.“

Das OLG Celle hat entschieden, dass die Großtante einen Anspruch auf Umgang mit einem Kind hat, weil dieses eine Zeitlang regelmäßig alleine Zeit in ihrem Haushalt verbracht habe und sie eine Bezugsperson im Sinne des § 1685 Abs. 2 Satz 1 BGB sei.

Darüber hinaus wurde berücksichtigt, dass die Antragstellerin womöglich die einzige Bezugsperson des Kindes zu seiner väterlichen Herkunftsfamilie sei, da der Vater wegen Totschlag an der Mutter zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt wurde.

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