Der Ablauf eines Arbeitsgerichtsprozesses

Der Gütetermin

Nach Klageerhebung vor dem Arbeitsgericht findet zuerst ein Gütetermin statt. Dieser findet in der Regel 3-6 Wochen nach Klageerhebung, also für Gerichtstermine sehr schnell, statt. Bei diesem Termin treffen sich die Parteien nur mit dem Berufsrichter und allein zu dem Zweck, die eine einvernehmliche Lösung zu finden und den Rechtsstreit durch Abschluss eines Vergleichs zu beenden. Tatsächlich steigt die Anzahl der arbeitsgerichtlichen Prozesse, die in der Güteverhandlung beigelegt werden, kontinuierlich. Zumeist haben beide Seiten ein großes Interesse an einem solch schnellen Abschluss des Prozesses durch den Vergleich: Der Arbeitgeber riskiert die Lohnfortzahlung für den Zeitraum des Kündigungsschutzprozesses, obwohl er die Arbeitsleistung nicht erhalten hat und ist daher häufig bereit eine Abfindung zu bezahlen. Der Arbeitnehmer ist häufig aufgrund der Einkommenseinbußen, die er durch die Kündigung erlitten hat, an einer schnellen Ausgleichszahlung interessiert und beide Seiten ersparen sich die Arbeit und Belastung eines langen Gerichtsverfahrens.

Der Kammertermin

Ist der Gütetermin erfolglos, so wird ein Kammertermin anberaumt, an dem außer dem Berufsrichter auch zwei Beisitzer (je ein Arbeitnehmer- und ein Arbeitgebervertreter ohne juristische Ausbildung) teilnehmen. Es beginnt dann das dem Zivilprozess ähnliche streitige Verfahren.

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