Elterliche Sorge

Gesetzlich vorgesehener Regelfall bei dauerhafter Trennung der Ehegatten bzw. Ehescheidung ist nunmehr, dass die Eltern das gemeinsame Sorgerecht behalten. Gemeinsames Sorgerecht besteht immer dann, wenn im Ehescheidungsverfahren diesbezüglich keine Anträge gestellt werden. Soll einem Elternteil das alleinige Sorgerecht übertragen werden, muss der andere Elternteil zustimmen (es sei denn, das Kind hat das 14. Lebensjahr vollendet und widerspricht der Übertragung) oder wenn es zu erwarten ist, dass die Aufhebung der gemeinsamen elterlichen Sorge und die Übertragung auf den Antragsteller dem Wohl des Kindes am besten entspricht (§ 1671 Abs. 2 BGB).

Die gemeinsame elterliche Sorge kann unter den Eltern in mehrere "Einzelsorgebereiche" aufgeteilt werden.

Die elterliche Sorge kann nicht nur in Personen- und Vermögenssorge aufgespalten werden, sondern weitere Aufteilungen sind möglich (§ 1631 Abs. 1 BGB). So kann z.B. über das Aufenthaltsbestimmungsrecht gesondert entschieden werden oder es kann einem Elternteil die Personensorge nur hinsichtlich schulischer oder medizinischer Angelegenheiten übertragen werden. Auch bei der Vermögenssorge sind weitere Aufteilungen möglich.

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