Notarielle Beurkundung

Verträge, in denen sich ein Teil zur Veräußerung oder zum Erwerb von Grundbesitz verpflichtet, müssen notariell beurkundet werden.

Die Beurkundungspflicht gilt somit sowohl für den Grundstückskaufvertrag als auch für den Bauträgervertrag, sowie für Baubetreuungsverträge und Bauverträge, wenn sie eine Einheit mit dem Grundstücksvertrag darstellen bzw. von dem Erwerb eines Grundstücks abhängen.

Die Beurkundung soll u. a. den Erwerber wegen der weit reichenden Folgen vor übereilten Geschäften schützen. Der Notar ist neutral und gibt während des Kaufvertrags verschiedene Hinweise, z.B. auf die Unwirksamkeit von Nebenabreden. Er überprüft jedoch weder Begleitunterlagen, noch muss er auf wirtschaftlich unvorteilhafte Gestaltungen oder auf alle Risiken hinweisen. Dies tut in der Regel nur ein Rechtsanwalt des Käufers, der bei der Überprüfung von Kaufverträgen für den Käufer ausschließlich dessen Interessen vertritt.

Bei nicht deutsch-sprachigen Vertragsparteien muss die Beurkundung entweder in einer von beiden Parteien verstandenen Sprache erfolgen oder es muss ein Dolmetscher bei der Beurkundung anwesend sein. Dieser Dolmetscher sollte – um Probleme bei der Beurkundung zu vermeiden – im Vorfeld eine Übersetzung des Dokuments erstellen und dem Vertragspartner übersenden.

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